Jan Vermeer (GS, PS)

 

Franziska Brons, M.A.

 

Kurzbeschreibung der Lehrveranstaltung

 

Das verhältnismäßig kleine Oeuvre des niederländischen Malers Jan Vermeer van Delft (1632-1675) wurde seit seiner Wiederentdeckung im 19. Jahrhundert kontrovers diskutiert. Neben den berühmten Interieur- und Genreszenen umfasst Vermeers Werk gleichermaßen detailreiche Stadtansichten und religiöse Allegorien. Das Proseminar, das sich vor allem an Studienanfänger/innen richtet, wird sich zum einen der beschreibenden Bildanalyse ausgewählter Gemälde Vermeers widmen und davon ausgehend die in der umfangreichen Forschungsliteratur vorgelegten Interpretationen befragen. Zum anderen wird die Veranstaltung einen Schwerpunkt auf die Bedeutung optischer Instrumente, insbesondere der Camera Obscura, für die Malerei Vermeers legen und damit einhergehend die Rolle von Kartografie und neuzeitlicher Wissenschaft für die Kunst der Beschreibung im Holland des 17. Jahrhunderts verhandeln.

 

Einführungsliteratur:

 

Svetlana Alpers: Kunst als Beschreibung. Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts, Köln 1985; Daniel Arasse: Vermeers Ambition, Dresden/Basel 1996; Hermann U. Asemissen: Jan Vermeer. Die Malkunst. Aspekte eines Berufsbilds, Frankfurt a. M. 1988; Wayne E. Franits (Hrsg.): The Cambridge Companion to Vermeer, Cambridge u. a. 2001; Ivan Gaskell, u. a. (Hrsg.): Vermeer Studies. Proceedings of the Symposia „New Vermeer Studies“, Washington DC 1998; Karin Leonhard: Das gemalte Zimmer. Zur Interieurmalerei Jan Vermeers, München 2003; John Michael Montias: Vermeer and his Milieu. A Web of Social History, Princeton 1989; Philip Steadman: Vermeer’s Camera. Uncovering the Truth Behind the Masterpieces, Oxford 2001; James A. Welu: ‚Vermeer: His Cartographic Sources‘ in: The Art Bulletin, Bd. 57 (1975), S. 529-547; Arthur K. Wheelock (Hrsg.): Vermeer. Das Gesamtwerk, Stuttgart 1996

 

Mittwochs, 10-12 Uhr, UL 6, Raum 3031

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausschnitte. Techniken der Blicksteuerung in Wissenschaft und Kunst (SE)

 

Dr. M. Bruhn

 

Kommentar

 

Das Seminar soll sich den Techniken des Ein- oder Ausschnitts widmen, die der Blicksteuerung durch Fokussierung, Einrahmung oder Öffnung von Ansichten dienen. Hierzu sollen verschiedene Formen des "Ausschnitts" in künstlerischen, wissenschaftlichen und technischen Bereichen zusammengetragen und verglichen werden; zu diesen gehören Schnittansichten von Räumen und Apparaturen (etwa im Bereich der Anatomie, der Architekturzeichnung oder der technischen Dokumentation), Auswahl- und Rahmungsmechanismen in den verschiedenen Bildkünsten ebenso wie die Schnitt- und Montagetechniken des Films, aber auch Exzerptsammlungen und andere wissenschaftliche und gewerbliche Praktiken.

 

Weitere Informationen: siehe Aushang

 

 

 

 

 

 

 

Einführung in die Computergraphik unter Linux, Teil 2  (PS)

Prof. Dr. Friedrich Kittler


Kommentar

 

Die Einführung ist der zweite Teil eines 2-semestrigen Seminars. Scheine werden, wie letztes Semester angekündigt, nur bei Teilnahme des ersten Teils ausgestellt.

 

DO 18 - 20 Uhr wöchentlich
SO 22, R 410

 

http://www.culture.hu-berlin.de/institut/intern/kvv/user_edit.php?id=857

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spaziergänge zur Materialbestimmung – Erkennen von wichtigen Werkstoffen der Baumeister, Bildhauer und Kunsthandwerker (UE)

 

Thilo Habel

Kommentar für den Aushang

Bau- und Dekorationsgesteine, Materialien der Skulpturen und des Kunstgewerbes sollen an Hausfassaden, Kunstwerken und in den wissenschaftlichen Sammlungen im Umkreis von zwei Kilometern um das Hauptgebäude der Universität nach leicht sichtbaren Kriterien erkannt, klassifiziert und benannt werden. Handwerkliche bzw. industrielle Bearbeitungstechniken und konservatorische Probleme sollen dabei direkt am Objekt gesehen und fotografisch dokumentiert werden, um am Ende der Veranstaltung einen bildlichen, systematischen Bestimmungsschlüssel für häufige Materialien und Oberflächenzustände zu erarbeiten.

 

Weitere Informationen: siehe Aushang

 

 

 

 

 

 

Ausstellungsmanagement (UE)

 

Dr. Cornelia Weber

 

Kommentar für den Aushang

 

Ziel der Übung ist die Vermittlung von praktischen Kenntnissen im Bereich des Ausstellungsmanagements. Dabei geht es insbesondere um Fragen der Projektabwicklung wie Gesamtorganisation, Finanzierung, Objektrecherche, Leihverkehrabwicklung, Transport, Ausstellungsgestaltung usw.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen (Veranstaltung im Rahmen des Studium Generale).

Es wird erwartet, dass jede/r Teilnehmer/in aktiv teilnimmt.

 

Wochentag: Mittwoch, Zeit: 14-16, Turnus: wöchentlich, Raum: 3031, Beginn: 25.04.07

 

 

 

 

 

 

 

 

Boten und Botschaften (HS)

 

Prof. Dr. Thomas Macho. gemeinsam mit Horst Wenzel

 

Die wechselseitige Austauschbarkeit der mittelhochdeutschen Begriffe »briefe« und »bote(schaft)« verweist auf einen gleitenden Übergang von der mündlich vorgetragenen zur schriftlich übermit­telten Nachricht. Gefragt werden soll nach den sozialen, medialen und literarischen Codierungen von Gesprächen, Boten und Briefen in Antike, Mittelalter und Neuzeit. Wer sind die Boten: Skla­ven, Engel, Tiere (Vögel)? Und welche Medien werden genutzt: Stimmen, Schriftstücke, Bilder, Codes? – Textbeispiele und Forschungsliteratur werden sich auf den gesamten Zeitraum bezie­hen, der im Seminar verhandelt wird.

 

Dienstag 14.00 – 16.00 Uhr, UL 6 3031 (Helmholtz-Zentrum)

 

 

 

 

 

Logik der Geste. Hand-Zeichen in Bild und Text (HS)

 

Prof. Dr. Horst Wenzel, Steffen Siegel, M.A.

 

Kommentar für den Aushang

 

Es ist eine Zielsetzung der Forschergruppe Bild-Schrift-Zahl, die Einheit der Geste, des Wortes, des Körpers und der menschlichen Rede, des Werkzeugs und des Denkens wieder in den Blick zu nehmen, die durch die wechselseitige Ausdifferenzierung der verschiedenen Wissenschaften verblasst ist. Im Fokus des Seminars sollen daher die durch die Hand ausgeführten Gesten und Gebärden stehen und damit der Zusammenhang von Sehen und Hören, von Sagen und Zeigen, von Greifen und Begreifen. Die vielfältigen Verbindungen von Gebärdensprache und Vokalsprache sollen gemeinsam untersucht werden am Beispiel der Hand als Werkzeughand, Memorialhand, Schreibhand, Rechenhand, Zählhand, Notenhand etc. Im Mittelpunkt stehen hierbei die medialen Verschiebungen der ‚Handgebärde’ zwischen Text und Bild.

 

Wochentag: Dienstag

Zeit:  10-12 

Turnus: wöchentlich

Raum: Helmholtzsaal