Matthias Staudacher leitet die Forschungsgruppe “Mathematische Physik von Raum, Zeit und Materie” an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er arbeitet an fundamentalen Fragen in Stringtheorie und Quantenfeldtheorie. Letztere bildet den konzeptuellen und mathematischen Rahmen für Elementarteilchenphysik. Das 'Herz' des Standardmodells der Teilchenphysik ist die Quantenfeldtheorie von Eichfeldern. Sie beschreibt alle fundamentalen Kräfte in der Natur – mit Ausnahme der Schwerkraft. Die Gravitationskraft ist aber in der Stringtheorie enthalten. Eine spannende Vermutung, die sogenannte AdS/CFT-Korrespondenz, schlägt vor, dass bestimmte Eich- und Stringtheorien mathematisch äquivalent sind. Dies bietet einen völlig neuen Weg, die fundamentalen Interaktionen von Materie zu untersuchen. In den letzten Jahren wurden bemerkenswerte Fortschritte zu einem quantitativen Verständnis dieser Korrespondenz basierend auf Ideen von exakter Integrabilität erzielt. Die Forschungsgruppe von Professor Staudacher hat wichtige Werkzeuge dafür beigetragen und entwickelt weiterhin neue Techniken zur Vertiefung unseres Verständnisses dieser Korrespondenz und ihrer Anwendungen in sowohl Teilchentheorie als auch allgemeine Relativitätstheorie.